Inhaltsangabe

Dankbarkeit - Die Schlimmste Zeit meines Lebens - Das Buch
Die Jesidin Jihan erzählt von dem Martyrium, das sie als damals Zehnjährige erleidet, als am 03. August 2014 der Islamische Staat in ihrer Heimat im Nordirak einfällt und der bis heute
anhaltende Völkermord an den Jesiden beginnt.

Nach zehnmonatiger Gefangenschaft beim IS gelang es ihr, mit einem Teil ihrer Familie nach Deutschland zu fliehen. Dort angekommen, lernt sie ihren Namensvetter Marvin Jiyan kennen, der sie ermutigt, ihre Geschichte mit der Welt zu teilen.

„Es war die schlimmste Zeit meines Lebens. Aber ich bin dankbar, über das Wunder überlebt zu haben, den Neuanfang und die Freundschaften, besonders die zu Marvin Jiyan. Er wäre heute stolz auf mich.“
Jihan A.

Die Gewinne dieses Buches gehen vollständig an ein Hilfsprojekt für Bildungsangebote im Nordirak.

„Es war die schlimmste Zeit meines Lebens. Aber ich bin dankbar, über das Wunder überlebt zu haben, den Neuanfang und die Freundschaften, besonders die zu Marvin Jiyan. Er wäre heute stolz auf mich.“

Die Gewinne dieses Buches gehen vollständig an ein Hilfsprojekt für Bildungsangebote im Nordirak.

Die Autor:Innen

Eine Geschichte von Freundschaft

Das Jugendbuch Dankbarkeit entstand durch die besondere Verbindung zwischen Jihan und Marvin Jiyan.

Jihan A.

Die Erzählerin des Buches Dankbarkeit – Die schlimmste Zeit meines Lebens. Jihan ist eine der Überlebenden des anhaltenden Genozids an den Jesiden.
Mit ihrem Buch möchte sie auf den Horror aufmerksam machen, den Jesiden in IS Gefangenschaft bis heute erleben.

Gleichzeitig möchte sie ein klares Signal senden, dass diese Not und das Grauen nicht in Vergessenheit geraten dürfen. 
Jihan ist eine mutige, aufgeschlossene und wissbegierige 17 Jahre junge Frau, deren Reife und Zielstrebigkeit bewundernswert sind.
Nach ihrem Schulabschluss im Sommer 2021 möchte Jihan das Abitur machen, um ihren Wunsch zu verwirklichen, einmal Lehrerin zu werden.

Die Erzählerin des Buches Dankbarkeit – Die schlimmste Zeit meines Lebens. Jihan ist eine der Überlebenden des anhaltenden Genozids an den Jesiden.
Mit ihrem Buch möchte sie auf den Horror aufmerksam machen, den Jesiden in IS Gefangenschaft bis heute erleben.

Gleichzeitig möchte sie ein klares Signal senden, dass diese Not und das Grauen nicht in Vergessenheit geraten dürfen. 
Jihan ist eine mutige, aufgeschlossene und wissbegierige 17 Jahre junge Frau, deren Reife und Zielstrebigkeit bewundernswert sind.
Nach ihrem Schulabschluss im Sommer 2021 möchte Jihan das Abitur machen, um ihren Wunsch zu verwirklichen, einmal Lehrerin zu werden.

Marvin Jiyan Balletshofer

Marvin Jiyan Balletshofer war ein junger, erfolgreicher und visionärer Unternehmer.
Noch als Student gründete Marvin 2017 das dynamische Bildungs-Start-Up ABIcrash, das mit Crashkursen und Nachhilfekonzepten SchülerInnen bis zum Abitur zu begleitet.
 
Im Sommer 2020 starb der 23-Jährige aufgrund eines unverschuldeten Autounfalls. Für Marvins Familie und FreundInnen war es klar, dass sie seine Visionen weitertragen möchten – und das unter seinem Namen: MARBA – Education for a New Generation

Neben Bildungsprojekten setzte sich Marvin aktiv für Entwicklungs- und Flüchtlingsprojekte ein. 

In seiner Heimatstadt Tübingen lernte Marvin durch die Arbeit seiner Mutter kurdisch-jesidische Familien kennen, die Opfer der Verfolgung und Verschleppung des Islamischen Staates geworden waren.

Durch die besondere Verbindung zu Jihans Familie, vertraute sie Marvin ihre Geschichte an. Gemeinsam beschlossen sie das Martyrium aufzuarbeiten und in einem (Jugend-) Buch zusammenzufassen.

Die Dokumentarreise

Sommer 2019

Marvin, Co-Autor und Gründer des Bildungs-Start-Ups ABIcrash, lag es besonders am Herzen, auch das Bildungswesen in Jihans Heimat zu unterstützen, um so einen Start für eine nachhaltig positive Zukunft im Nordirak zu schaffen. Um den Beitrag vorzubereiten, flogen sie, begleitet von dem Fotografen und Freund Conrad Löffler sowie einem Filmteam, im August 2019 für zehn Tage in den Irak und nahmen die Eindrücke der zerstörten und bedürftigen Gebiete mit.

Marvin Jihan Einladung zum Essen einer Irakischer Familie

Die Geschichte der Jesiden

Genozid am Jesidischen Volk durch den Islamischen Staat​

Bis 2014 lebten zwischen 600.000 und 700.000 Jesiden im Nordirak. Am 3. August 2014 fiel die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in die jesidischen Städte im Nordirak ein und begann mit der Vernichtung und Verfolgung der Jesiden. Durch den militärischen Einfall des IS begannen eine panische Flucht der EinwohnerInnen in die umliegenden Gebiete. Viele haben auf der Flucht ohne Obdach, Essen, Wasser oder medizinische Hilfe nur wenige Tage überlebt. Diejenigen, die nicht fliehen konnten, wurden von den IS-Terroristen in Gefangenschaft genommen oder ermordet. Schätzungen zufolge wurden 5.000 Männer hingerichtet und etwa 7.000 Frauen und Kinder entführt. In Gefangenschaft werden sie zwangsislamisiert, Opfer von sexueller Gewalt, Sklaverei, Zwangsverheiratungen und inhumaner Behandlung. Der IS sieht die entführten Frauen und Kinder als Kriegsbeute und legitimiert somit deren Misshandlung.

Das Jesidentum

Die Jesiden sind eine seit Jahrhunderten verfolgte ethnisch-religiöse Minderheit.  

Neben dem Schöpfergott Ezid ist der Engel Pfau Melekê Taus eine zentrale Figur, die von den Jesiden besonders verehrt wird. Nach jesidischem Glaube ist der Melekê Taus der oberste von sieben Engeln, den Gott aus seinem Licht erschaffen hat und daher als Stellvertreter Gottes auf Erden verehrt wird. 

Das Hauptsiedlungsgebiet der Jesiden liegt im Norden Iraks, besonders in den Gebieten Sindschar und Sheikhan.

Warum werden Jesiden verfolgt?

Die Religion des Jesidentums ist geformt aus einer jahrhundertelangen Tradition, die ausschließlich den Glaube an einen Gott, den Schöpfer des Universums, mündlich überliefert.

Durch diese Art der Übermittlung wurden sie von anderen religiösen Gruppen fälschlicherweise als ungläubig und als Teufelsanbeter verurteilt. Diese Vorurteile haben zu immer wiederkehrenden Verfolgungen geführt, die bis in die Gegenwart andauern.

Terrormiliz Islamischer Staat

Der Islamische Staat (IS) ist eine transnationale Terrororganisation, die das Ziel verfolgt, in Syrien und im Irak ein sogenanntes Kalifat zu errichten. Dort dulden die IS-Terroristen nur sunnitische Muslime, die sich den strengen Regeln der Scharia unterwerfen. Mit der Ideologie, dass alle Andersgläubigen eine den Islam unterdrückende Einheit darstellen, werden diese bekämpft. Zu den „Ungläubigen“ zählen beispielsweise Christen, Juden und auch Jesiden.

Flucht und Befreiung

Zwischen 2015 und 2017 konnten im Rahmen eines baden-württembergischen Hilfsprojekts 600 jesidische Frauen und 400 jesidische Kinder aus der Gewalt des IS nach Deutschland gerettet werden. Mithilfe dieses Projektes werden Frauen und Kinder, die unter den psychischen und physischen Auswirkungen der traumatischen Ereignisse leiden, betreut. Das Ziel ist es, ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland oder im Irak führen zu können.

Vorstellungen und Lesungen

Jihan erzählt ihre Geschichte vor SchülerInnen

Großes Vertrauen, gegenseitiges Interesse an persönlichen Lebensgeschichten und eine deutsch-jesidisch-kurdische Freundschaft
– darin liegt der Ursprung des Buches Dankbarkeit – Die schlimmste Zeit meines Lebens.
Davon und von dem bis heute andauernden, alltäglichen Horror, den auch Jihan erleben musste, möchten wir Euch gerne erzählen.

„Vielleicht versteht ihr mich jetzt.
Dieses Buch ist einerseits eine Hilfe für mich, Nichts und Niemanden in dieser Geschichte in Vergessenheit geraten zu lassen. Vor allem aber kann ich damit das Gefühl meiner Dankbarkeit an Deutschland und an die Personen, die mich bis heute unterstützt haben, ausdrücken.“
– Jihan –

Du würdest gerne eine Lesung an Deiner Schule oder Universität organisieren?

Soziales Engagement im Nordirak

Soziales Engagement
im Nordirak

Das Gesamtkonzept: Hilfe, Aufklärung und Engagement

HÁWAR.help ist eine registrierte Nichtregierungsorganisation (NRO) in Deutschland und im Irak. Das internationale Team in Berlin und Duhok besteht aus engagierten und leidenschaftlichen Menschen verschiedener Herkunft und Glaubensrichtungen. Alle Projekte sind multireligiös und multiethnisch aufgestellt. 

Zur Verwirklichung weiterer Ziele und zur Finanzierung von konkreten Entwicklungs- und Bildungsprojekten im Irak und in Deutschland sowie internationalen Sensibilisierungs- und Aufklärungsinitiativen werden wir mit den Gewinnen des Projekts Dankbarkeit HÁWAR.help unterstützen.

School talks

Aufklärungsprogramm für Schulen​

Mit der Unterstützung von HÁWAR.help möchten wir Jihans Wunsch ermöglichen, ihre MitschülerInnen in Deutschland auf den andauernden Genozid in ihrer Heimat aufmerksam zu machen.

Zusätzlich zu der Lesung in Dankbarkeit – Die schlimmste Zeit meines Lebens ermöglicht die Zusammenarbeit von HÁWAR.help  mit SchülerInnen in offener und sicherer Atmosphäre über Menschenrechte, Marginalisierung und entwicklungspolitische Zusammenhänge zu sprechen.

SCHOOL TALKS fordert die SchülerInnen dazu auf, auf neue Weise über die entwicklungspolitischen Fragen zu und Folgen von Rassismus, politischer Ausgrenzung sowie Tatenlosigkeit und Unwissen ihrerseits nachzudenken. Vielmals berichten uns die TeilnehmerInnen, dass sie durch den SCHOOL TALK inspiriert wurden, sich nicht nur besser zu informieren, sondern sich in ihrem Umkreis auch stärker zu engagieren.

Spenden

Als junges Bildungsunternehmen und Verlag haben wir, die MARBA GmbH, es uns zum Ziel gesetzt, bis zu 20% unseres jährlichen Gewinns für eigene Non-Profit Projekte aufzuwenden. Uns liegt es besonders am Herzen, uns aktiv für Entwicklungs- und Flüchtlingsprojekte einzusetzen oder die nötigen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Wir glauben an die Kraft der heranwachsenden Generation; an das kritische Hinterfragen des Status quo unseres Daseins; an das aktive Mitgestalten unserer Zukunft; an eine globale Community, die sich nicht durch einen geografischen, ethnischen oder wirtschaftlichen Hintergrund definiert, sondern das gemeinsame Bestreben nach Nachhaltigkeit in allen Bereichen – für uns besonders im Bereich Bildung.

Wir freuen uns, Euch SchülerInnen, Eltern und BildungsbotschafterInnen daran teilhaben zu lassen. Die Gewinne des Projekts Dankbarkeit gehen sowohl in die Bildungsprogramme für jesidische Frauen und Kinder von HÁWAR.help als auch in ein eigenes Crowdfunding-Projekt für einen Schulbau im Nordirak. 

Über weitere Spenden freut sich HÁWAR.help auf direktem Weg (hier klicken). Solltet ihr mehr über das Schulbauprojekt erfahren wollen, wendet Euch gerne über das Kontaktformular am Ende dieser Seite direkt an uns.

Die vergessenen Opfer des IS (Film des rbb)

Der Film erzählt das Schicksal der Jesidin Najlaa Matto, die als junge Frau im Irak vom IS verschleppt und versklavt wurde. Najlaa Matto begibt sich nach ihrer Befreiung noch einmal auf eine Reise nach Kocho, ihrem Heimatdorf im Irak. Sie kehrt an den Ort zurück, an dem der IS sie drei Jahre zuvor zur Vollwaise machte und gefangen nahm.

Dankbarkeit

Die schlimmste Zeit meines Lebens

Dankbarkeit - Die Schlimmste Zeit meines Lebens - Das Buch

Die damals zehnjährige Jesidin Jihan erzählt ihre Sicht auf die Ereignisse ab dem 03. August 2014, als der Islamische Staat in ihrer Heimat im Nordirak einfiel und der bis heute anhaltende Völkermord an den Jesiden beginnt. 

Nach zehnmonatiger Gefangenschaft beim IS gelang es ihr, mit einem Teil ihrer Familie nach Deutschland zu fliehen. Dort angekommen lernt sie ihren Namensvetter Marvin Jiyan kennen, der sie ermutigt, ihre Geschichte mit der Welt zu teilen.

„Es war die schlimmste Zeit meines Lebens. Aber ich bin dankbar, über das Wunder überlebt zu haben, den Neuanfang und die Freundschaften, besonders die zu Marvin Jiyan. Er wäre heute stolz auf mich.“
Jihan A.

Die Gewinne dieses Buches gehen vollständig an ein Hilfsprojekt für Bildungsangebote im Nordirak.

ERSCHEINUNGSDATUM 03. August 2021

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kontakt@dieschlimmstezeitmeineslebens.com

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Ich stand unter Schock. Allen ging es so. Meine Mutter versuchte, mit uns zu reden, doch keiner antwortete ihr. Ich fragte mich, warum das alles uns passieren musste. Ich hatte Angst, die IS-Männer könnten jederzeit das Feuer auch auf unser Auto eröffnen und meine Familie umbringen.

Wenn ich jetzt an die Ereignisse zurückdenke, sehe ich alles wie durch einen Schleier. Es kommt mir so unwirklich vor und es fällt mir sehr schwer, mich an alles Geschehene und jedes Detail zu erinnern. Bis heute sehe ich jedoch die einzelnen Gesichter der Toten vor mir. Ich glaube, diese Bilder werde ich nie vergessen.